Ouest-Ost 2.0 – Edition 2018

OUEST OST 2018 : Julie Luzoir, Estelle Chrétien, Violaine Verin (Goethe-Institut Nancy-Strasbourg), Camille Fischer, Jacques Jolas (FEFA).
Kai Littmann/Eurojournalist(e) / CC-BY-SA 4.0int

(KL) – Mahr als 60 junge Künstlerinnen und Künstler aus der Region Grand Est haben an der Auswahl zur Ausgabe 2018 der Künstlerresidenz „Ouest-Ost“ in Berlin teilgenommen, die von der Stiftung Fondation Entente Franco-Allemande (FEFA), dem Goethe-Institut Nancy-Strasbourg und dem Centre Français Berlin (CFB) organisiert wird. Drei Preisträgerinnen wurden von einer Jury ausgewählt, die aus Vertretern der Kunsthochschulen, führender Galerien und anderen Partnern bestand. Mit dieser Residenz tragen die Organisatoren und natürlich die jungen Künstlerinnen zum Kulturaustausch zwischen Deutschland und Frankreich bei und insbesondere zwischen der Region Grand Est und der Bundeshauptstadt.

Sie kommen aus Nancy, Metz und Straßburg – Estelle Chrétien, Julie Luzoir und Camille Fischer werden jeweils drei Monate in Berlin verbringen, der deutschen Hauptstadt und einem der Zentren der europäischen und weltweiten Kultur. Ziel dieser Residenz ist es, jungen Talenten eine neue Inspirationsquelle in Berlin zu eröffnen, dort andere Künstlerinnen und Künstler kennenzulernen und die kulturellen Beziehungen zwischen der Region Grand Est und der Stadt Berlin zu stärken.

Nach den hervorragenden Erfahrungen der ersten Ausgabe 2017 haben die Organisatoren entschieden, dieses Jahr drei statt zwei dieser Residenzen zu organisieren. Dabei ist die Besonderheit der Künstlerresidenz „Ouest-Ost“ die absolute Freiheit, die den Preisträgerinnen eingeräumt wird. Diese haben weder eine Verpflichtung, ein Ergebnis abzuliefern, es gibt auch kein definiertes Programm, sondern sie haben die Möglichkeit, die Stadt Berlin und deren unglaubliches künstlerisches Potential zu entdecken. Somit stellt diese Residenz auch eine Anerkennung des Beginns der Karrieren für diese vielversprechenden Talente dar, die sich drei Monate lang ohne irgendwelche anderen Sorgen um die künstlerische Kreation kümmern können.

Die erste Künstlerin, die dieses Jahr nach Berlin geht, ist Estelle Chrétien aus Nancy, die an verschiedenen Konzepten rund um das Thema Boden, Materialien, Heimat und Bevölkerung arbeitet, wobei sie ihre Ideen in überraschenden Installationen verarbeitet. Die Graphikerin Julie Luzoir aus Metz wird ihr folgen und wenn man das bisherige Werk von Julie Luzoir anschaut, dann erscheint es klar, dass die Berliner Inspiration zu neuen, interessanten Ansätzen führen wird. Die Straßburgerin Camille Fischer plant in Berlin ein Projekt, das Zeichnungen, Malerei und – Musik vereint. Die junge Künstlerin verfügt bereits über ein erstes Netzwerk und interessiert sich für die berühmten Polit-Kabaretts in Berlin wie die „Stachelschweine“ oder die „Wühlmäuse“, als Ausgangspunkt für diese Mischung aus Klang und Bild.

Interessant – diese großzügig von der FEFA dotierte Künstlerresidenz wird ausschließlich von privaten Akteuren der deutsch-französischen Zusammenarbeit getragen. Die vor Ort entstehenden Beziehungen werden nicht nur zu spannenden Kreationen führen, sondern ermöglichen auch einen echten Austausch zwischen Berliner Künstlern und der Region Grand Est. Denn wenn die Künstlerinnen aus unserer Region in Berlin eine hoch dynamische und avantgardistische Kunstszene entdecken werden, so wird die Berliner Szene auch die jungen Talente aus unserer Region kennenlernen.

Eurojournalist(e) wird diese drei deutsch-französischen Künstlerresidenzen wöchentlich verfolgen – denn hier handelt es sich um ein wunderbares Beispiel dafür, was die deutsch-französische Zusammenarbeit sein kann, wenn man sich nicht mit hübsch klingenden Erklärungen begnügt, sondern die Ärmel hochkrempelt und an konkreten Projekten arbeitet. Rendezvous ab Anfang September, wenn die Ausgabe 2018 von „Ouest-Ost“ startet!

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