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Wer sind wir?

Von 1981 bis Dezember 2009:

Historischer Rückblick

Die Stiftung Fondation Entente Franco-Allemande (FEFA) wurde 1981 gegründet, gemäß des Willens der beiden Gründer, den Herren Valery Giscard d’Estaing, Präsident der französischen Republik und Helmut Schmidt, Kanzler der Bundesrepublik Deutschland. 

Der Wunsch dieser beiden wurde durch einen doppelten Hinweis in der Satzung der Stiftung bestätigt (Artikel 3 § a und § b2 der Satzung von 1981), die sich mit dem Zweck der Stiftung beschäftigt und die zum Ziel setzt, «die Zusammenarbeit zwischen Frankreich und der Bundesrepublik Deutschland durch die Entwicklung weiterer Projekte zu fördern», was weiterhin auch dadurch deutlich wird, dass das Vermögen der Stiftung im Falle ihrer Auflösung an das Deutsch-Französische Jugendwerk (DFJW) übergeht. Nachdem die Stiftung also ihre historische Aufgabe erledigt hatte, konzentriert sie sich nun satzungskonform auf die deutsch-französische Zusammenarbeit.

Die historische Aufgabe der Stiftung bestand in der Lösung eines alten Konflikts, der noch eine Folge des II. Weltkriegs war, nämlich die Entschädigung der Elsässer und Mosellaner, die von der deutschen Wehrmacht zwangsrekrutiert worden waren. Seit 1945 konnte dieses Thema nicht auf diplomatischem Weg gelöst werden, allerdings wurde dann doch eine politische Lösung gefunden, dank eines internationalen Abkommens, das am 31.3.1981 in Bonn unterzeichnet wurde und in dessen Rahmen die Bundesrepublik Deutschland der FEFA ein Kapital von mehr als € 117 500 000.- (250 Millionen DM) in drei Zahlungen zur Verfügung stellte, die 1984, 1985 und 1986 ausgezahlt wurden, mit dem Ziel, die Entschädigung dieser Zwangsrekrutierten vorzunehmen.

Es handelt sich um eine Stiftung nach französischem und lokalem Recht, die per Dekret vom 28.09.1981 bestätigt wurde und die ihren Sitz in Straßburg (F) hat und von einem Vorstand geleitet wird. 

Seit Juni 2013 wird die Stiftung von Herrn Jean-Georges Mandon geleitet, einem ehemaligen Diplomaten, der Nachfolger des verstorbenen Herrn André Bord, Minister a.D. ist.

Die Stiftung seit 2010

Ein Dekret des Premierministers, das am 23. Dezember 2009  im öffentlichen Anzeiger veröffentlicht wurde, genehmigt einige Änderungen an der 1981 genehmigten Satzung. 

Somit konnte die erste Stiftung ins Leben gerufen werden, die gemeinsam von Franzosen und Deutschen verwaltet wird.

Der neue Verwaltungsrat, den Herr Jean-Georges Mandon leitet, besteht aus 19 Mitgliedern

Ziel der Stiftung ist es, die deutsch-französische Zusammenarbeit in der Großen Region zu fördern, die das Elsass, Baden-Württemberg, Basel-Stadt und Basel-Land, Rheinland-Pfalz, das Saarland und das Moselgebiet umfasst, um aus diesem Raum eine europäische Pilotregion zu machen, die ein besonderes Augenmerk auf die Annäherung und die Zusammenarbeit zwischen öffentlichen und privaten Einrichtungen im Dienste der Bürger legt.

Ab sofort ist die Stiftung nicht mehr nur eine Organisation, die Förderungen vergibt, sondern wird vor allem selbst deutsch-französische Projekte tragen und ein vollwertiger Akteur in den deutsch-französischen Beziehungen sein.

Gemäß dieser neuen Ausrichtung hat sich die FEFA ein ehrgeiziges Aktionsprogramm gegeben, das sich auf die Bereiche Wirtschaft, Soziales und Kultur konzentriert und vor allem junge Menschen im Grenzraum des Elsass und Lothringens ansprechen soll.